Montag, 21. November 2016

1. Queer Convention auf der Buch Berlin 2016


Mit einer Vorbereitungszeit von nur wenigen Monaten haben der Dead Soft Verlag und der Cursed Verlag eine zweitägige Queer Convention der Top-Klasse vorbereitet, organisiert und zu einem gelungenen Event gemacht.

Äußerer Rahmen war die 3. Buch Berlin, eine inzwischen schon etablierte und alljährlich vielfältiger werdende Buchmesse, die immer wieder ihren Standort wechselt. Dieses Jahr hatte sie eine Heimat im Estrel Hotel gefunden. 

Knapp 10 Euro in Naturalien
Auch wenn die Preise für das Catering so manche Schmerzgrenze überschritten, boten doch Ambiente und professionelle technische Voraussetzungen den idealen Rahmen für die Messe ebenso wie für die Convention. 

Nicht ganz voll, aber voll konzentriert (Foto: Inge Beer)

Im Rahmen der QueerCon fanden Lesungen, Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen statt. Zielgruppe waren Leser(innen) und Autor(innen) von queerer Literatur. Auch Verlage – neben Dead Soft und Cursed waren dies unter anderem Forever, MAIN, Himmelstürmer, Sieben und Gmünder − hatten die Möglichkeit, neue Titel aus ihren Programmen zu präsentieren.

Thorsten Falke präsentierte seinen Roman Midlife Lover
Auf viel Interesse bei Lesern, Fans und Autoren stießen die Panels zu den Themen Gay Fantasy, Internationale Autoren am deutschen Buchmarkt, Social Media, Herausgeber und der immer wieder beliebten Frage, wer eigentlich Gay Romance schreibt und warum.

Jobst Mahrenholz (nicht im Bild), Jordan T. A. Wegberg, Anne Sommerfeld, Julia Schwenk, Caroline Funke und Claudia Schuster: "New Market"

Kai Brodersen, Jordan T. A. Wegberg, Matthias Höhne, Julia Schwenk, Caroline Funke und Claudia Schuster: "Meet the Editor"

Sehr gut besucht waren auch die Vorträge, die sich in erster Linie an Schreibende richteten.

Tanja Steinlechner

Tanja Steinlechner von der Autorenschule Schreibhain gab Anregungen für literarische Inspirationen, forderte dazu auf, sich der eigenen Schreibstärken bewusst zu werden, und verriet Praxistipps für kreatives Arbeiten. Eckpunkte der eigenen Biografie, Moodboards, ein Ideenarchiv und das Aufschreiben von Erinnerungen sind nur ein paar Beispiele aus ihrem umfangreichen Werkzeugkasten.

Stefan Dambach




Stefan Dambach beschäftigte sich in seiner Präsentation mit der Frage, wie Storytelling mehr werden kann als nur das reine Verfassen von Romanen. Schließlich geht es gerade für Schriftsteller immer auch um die Frage, wie man sich am Markt positionieren kann, idealerweise ohne auf völlig „artfremde“ Brotjobs zurückgreifen zu müssen, mit denen man sich dann die freien Stunden für literarisches Arbeiten finanziert.



Jordan T. A. Wegberg


In meiner eigenen Präsentation versuchte ich mit den gängigen Vorurteilen über Lektoren aufzuräumen. Braucht man die eigentlich? Was können sie, was der Autor nicht selbst kann? Verkauft man ihnen seine Seele, wenn man ihnen das eigene Manuskript anvertraut? Was genau machen die eigentlich damit, und wie kann man sich wehren, wenn sie es entstellen?





Hat Spaß gemacht!






Ein rundes Programm machte die allererste Queer Convention zu einem erfreulichen Erfolg, und der Wunsch nach Folge II im kommenden Jahr wurde immer wieder geäußert. Ich bin gerne wieder dabei!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen