Montag, 21. Mai 2018

Karneval der Kulturen: EssentiaXperience und Antaris


Was löst so viel Jubel aus?

Ein liebevoll dekorierter Truck, ein DJ mit dem Gespür für das richtige Timing und ein engagiertes Team, in diesem Falle die gelungene Kombination aus EssentiaXperience - den Machern des Festivals Sacred Garden - und Antaris Project, das erstmals als Sponsor auftritt.

Und da kommt er auch schon.





Seit 2009 zieht der Goa-Psytrance-Wagen von EssentiaXperience beim Kreuzberger Karneval der Kulturen mit. Der vorletzte Wagen im diesjährigen Zug bog erst gegen 17 Uhr in die Yorckstraße ein. Indische Mantraklänge zogen die ersten Neugierigen an.


Als dann wenige Minuten später die Beats einsetzten, wuchs die Schar der begeisterten Tänzer beträchtlich.


Ein guter DJ weiß eben, was die Fans sich wünschen!


Es gab aber nicht nur auf die Ohren. Auch das Dekoteam hatte gute Arbeit geleistet.


Und als einziger Wagen im gesamten Zug führte dieser einen eigenen Elf mit, der skeptische Zuschauer mit einem segensreichen Balsam salbte.


Entsprechend gute Laune herrschte auf dem Wagen von EssentiaXperience, wo auch ein Teil der Antaris-Crew mitfeierte.


Der Zug war in alle Richtungen gut abgesichert. Danke dafür!




In Kreuzberg gab es am Pfingstsonntag nur eine Sehenswürdigkeit: den EssentiaXperience-Wagen mit den großen Antaris-Postern auf beiden Seiten.


Laugh & Dance: der Schlüssel zum Glück!








Dieses Meer der Freude hat übrigens auch den Berichterstatter sehr, sehr glücklich gemacht. 


Und es wurde immer größer.




Gab es eigentlich noch andere Wagen im Zug? Gesehen hat man jedenfalls irgendwann keine mehr ...


Wer EssentiaXperience beim KDK verpasst hat oder jetzt erst richtig auf den Geschmack gekommen ist, für den gibt es gute Aussichten: das 24. Antaris-Festival in Stölln vom 13. bis 17. Juli! 





Dienstag, 8. Mai 2018

Hier spielt die Musik: Goa Jonas und Antaris


70 bis 95 DJs lösen einander beim Antaris Project alljährlich auf zwei Floors parallel ab, rund um die Uhr. Der Partygast erwartet nicht nur ein hochkarätiges Line-up, sondern auch möglichst fließende Übergänge zwischen den einzelnen Künstlern, und er will bei einem Wechsel vom Main zum Alternative Floor oder umgekehrt einen erkennbaren Unterschied des Musikstils erleben. 

Aus der ganzen Welt werden die DJs für dieses Festival eingeflogen. Manche von ihnen – diesmal zum Beispiel auch Ace Ventura – haben am selben Wochenende noch andere Gigs und daher einen engen Zeitrahmen, andere stellen spezielle Anforderungen an ihre Unterkunft, an die Verpflegung oder an die Technik. Für die Koordination all dieser Aufgaben ist bei der Antaris ein einziger Mann verantwortlich, und der legt zwischendurch auch noch selbst auf: Goa Jonas.



Der 34-Jährige hat ein Leben hinter sich, das guten Romanstoff böte. Als Siebenjähriger zog er mit seiner Mutter nach Goa und wechselte dort innerhalb der nächsten acht Jahre 22 Mal den Wohnsitz, denn die Familie hatte kaum Geld und konnte sich nicht immer gemietete Räume leisten. Einen Teil dieser Zeit verbrachte Jonas in einer selbst gebauten Bambushütte, einen anderen in einer Höhle am Strand, die bei Regen allerdings nur den Oberkörper und nicht die Beine trocken hielt. Er und seine Geschwister mussten Kuhdung sammeln, der dann mit Wasser vermischt und mit einem Besen aus Gräsern am Boden verteilt wurde, wo er nach dem Aushärten einen stabilen Untergrund bildete.

Manchmal konnte die Familie aber auch als Housesitter in eins der monatelang leer stehenden Strandhäuser reicher Ausländer ziehen. Dann hatte Jonas wenigstens Strom für seinen Kassettenrekorder - und mit dem begann er ab dem zwölften Lebensjahr seine DJ-Laufbahn am Strand von Goa.

Foto: privat
Hier lernte er auch Uwe Siebert kennen, den kreativen Kopf des Antaris-Festivals.


Als Jonas fünfzehn war, besuchte er seinen Vater in Deutschland. Er kehrte nicht mehr nach Indien zurück. Stattdessen nutzte er die Gelegenheit, um hier seinen Schulabschluss und eine Ausbildung zu machen. In seinem Lehrberuf als Screen Design Assistant hat er allerdings nicht lange gearbeitet, stattdessen eignete er sich umfassende Kenntnisse über Kaffee an und wurde zu einem erfolgreichen Barista.


Koffein ist sicher nicht die schlechteste Lösung, wenn er zusätzlich als DJ Goa Jonas durch die Welt reist. Allein im letzten Jahr hat er innerhalb von anderthalb Monaten auf zwölf Festivals aufgelegt, insgesamt hat er rund 1000 Auftritte hinter sich. Sehr stolz ist er darauf, mit Raja Rams TIP Records nun auch ein renommiertes Label zu haben.

Auf der Antaris legt Goa Jonas seit 1999 auf. Schon nach dem ersten Gig gab Uwe dem damals 15-Jährigen einen Bonus auf die vereinbarte Gage, weil es so gut gelaufen war. In späteren Jahren verkaufte er auf dem Festival auch noch Pizza und musste dann für sein Set den Holzofen verlassen. Seine schönste Erinnerung: wie einmal bei grauem Wetter ausgerechnet während seines Auftritts plötzlich die Sonne durchbrach. Wenn man ihn persönlich erlebt, überrascht einen das nicht.

Foto: Pawel Wieloch

Zur 20. Antaris wurde Jonas dann „einfach reingeworfen“, wie er sagt: Seit 2014 ist er als Booking Agent für die komplette Koordination der DJs zuständig. Auch hier hat sich Uwes ausgeprägtes Gespür für Talente wieder bewiesen. Man kann sich kaum einen Besseren als Jonas für diese ungeheuer anspruchsvolle und komplexe Aufgabe vorstellen.

Das Line-up für ein Festival ist meist bereits im September oder Oktober fertig. Jonas erstellt umfangreiche Listen und Tabellen, in denen er sämtliche Daten festhält, von der Flugnummer über die Ankunfts- und Abreisezeiten, die Einteilung des Shuttlefahrers, der zwischen Tegel und Stölln pendelt, die Länge des Sets und die besonderen Wünsche des DJs bis hin zur Nummer des Crewzeltes, in dem er seinen Schlafplatz findet – und dabei wird sogar noch berücksichtigt, wer gerne in wessen Nähe untergebracht sein möchte.


„Es ist jedes Jahr ein neues Abenteuer“, sagt Jonas. Total Eclipse zum Beispiel werden dieses Jahr um 10 Uhr aus Zürich kommend landen, legen von 14 Uhr bis 15.30 Uhr auf und müssen um 20.30 Uhr wieder am Flughafen sein. Bei derart straffen Zeitplänen stellt jede Verzögerung eine kleine Katastrophe dar, aber keine, die Jonas nicht in den Griff bekäme: „Im letzten Jahr waren 80 Prozent der Flüge verspätet. Da musste dann manchmal spontan ein Künstler ausgetauscht werden.“ Auch das meistert der Booking-Chef souverän.


Einzig sein Bühnenauftritt zur Eröffnungsrede bringt Jonas immer wieder an die Grenze. Er hat Lampenfieber und ist vorher extrem aufgeregt. „Uwe hat’s richtig drauf, der ist ein Kämpfer, der macht immer weiter, und der kann mit den Leuten reden. Für mich ist Redenhalten das Schwerste. Ich bin sehr schüchtern.“

Dass Goa Jonas sich trotzdem jedes Jahr wieder dazu überwindet, hat einen guten Grund. „Leute glücklich zu machen ist mein Lebensmotto, ob mit Musik oder mit Kaffee. Wenn du über die Antaris fährst und überall die lachenden Gesichter siehst, das Leuchten in den Augen – dann kriegst du eine Gänsehaut.“






Freitag, 27. April 2018

Der Strippenzieher: Ananto und Antaris


Ananto ist ein Goanaut der ersten Stunde. Als sich Ende der achtziger Jahre die ersten Hippies an den Stränden Goas trafen und psychedelische Musik mit elektronischen Klängen kombinierten, war er dabei und wusste sofort: Das ist mein Ding. „Es war die Revolution meines Lebens. Wir waren da so was wie ein gallisches Dorf, und wir hatten einen Zaubertrank.“

Um die Jahrtausendwende war der Weltenbummler allerdings wieder in Berlin und steckte in einer Lebenskrise. Er hatte keine Ahnung, wohin sein Weg ihn führen sollte. Einer spontanen Idee folgend dekorierte er seine Wohnung für eine Geburtstagsfeier mit vielen bunten Wollfäden. Unter den Gästen war ein DJ, dem gefiel, was er sah. Er bat Ananto, dieses Konzept auch für seinen nächsten Auftritt in der Turbine zu verwenden.


Foto: JohnDoe

Dort wurde das Dekotalent dann augenblicklich von weiteren Veranstaltern entdeckt und durfte ab sofort jeden Sonntag ab 7 Uhr früh seine Fäden ziehen, um sie abends nach der Party wieder abzubauen. Ananto nannte sich nun Infin E.T. Er verwendete selbst gefärbte, fluoreszierende Wolle im Spektrum von sechs Schwarzlichtfarben, das bei geschickter Kombination auf zwölf Farben erweitert werden konnte.

Foto: Deependra

Wenig später wurde Uwe Siebert auf ihn aufmerksam, der Schöpfer des Antaris Project, das damals noch auf einer Kuhweide in Tarmow stattfand, und engagierte Ananto für das nächste Festival. „Ich hatte den roten Faden verloren und dafür viele bunte Fäden gefunden“, erklärt der Dekokünstler lachend.




Acht Jahre lang gab Ananto der Antaris mit seinen Dancefloor-Dekorationen ein unverwechselbares Gesicht. Die Fadenkonstruktionen wurden immer komplexer und aufwändiger. Irgendwann, so sagt Ananto, war das kreative Potenzial ausgeschöpft. „Alles Weitere wäre nur noch eine Materialschlacht gewesen.“ 2010 übergab er daher die Deko-Aufgabe in einem letzten gemeinsamen Projekt an die Sternengucker.



Für die Dekoration eines Festivals brachte Ananto jeweils acht bis zehn große Säcke mit speziell eingefärbter Wolle mit. 50 bis 80 Kilometer lang waren die Schnüre, die er nach wechselnden Ideen arrangierte. Ananto machte keine Skizzen oder Baupläne: Er schilderte seinen Helfern, was er sich vorstellte, und übertrug dann jedem eine fest umrissene Aufgabe, während er selbst alles überwachte und koordinierte. Das dauerte jeweils fünf bis sechs Tage. Die Kosten für das Material lagen pro Festival bei bis zu 3000 Euro. Im Anschluss wanderte es in die Mülltonne, denn nach vier langen Partytagen ist die Wolle verstaubt und ausgeblichen.

Foto: Deependra

Die Ideen für neue Kunstwerke kamen oft spontan, „wie ein Ufo, das plötzlich vor mir landet“. Jahrelang hatte Ananto auf Partys weltweit Input aufgenommen, nun brach der Output für die Antaris-Deko regelrecht aus ihm heraus. „Das kommt nicht von mir, das kommt durch mich. Wer hat da die Regie geführt?, hab ich mich oft gefragt.“



Noch heute ist Ananto, der inzwischen allmonatlich die Mystic-Rose-Party im Berliner KitKat-Club organisiert, seinem damaligen Entdecker und Förderer Uwe dankbar für die Chance, die er ihm gegeben hat. „Uwe ist sehr gut darin, Talente zu entdecken.“ Die Antaris war für ihn die Erfüllung all dessen, was er sich jemals gewünscht hat, und ist ihm nach wie vor das liebste Festival des Jahres. „Sie wird über die Jahre immer geiler – sowohl bei der Deko als auch bei der Organisation und der Musik“, sagt Ananto. Er kann das beurteilen, denn er kennt die meisten Partys seit Jahrzehnten.


Ihm gefällt besonders, dass hier alle Freunde zusammenkommen, die sonst über den gesamten Planeten verstreut sind, und wenn einer fehle, dann falle das auf. Die Rituale, die sich inzwischen auf der Antaris eingebürgert haben, weiß er sehr zu schätzen. „Dadurch entsteht Energie. Irgendwann geht der Raum auf, und da ist etwas, das größer ist als ich.“

Foto: Deependra


Samstag, 7. April 2018

Antaris Project 2018 – Blogblicke hinter die Kulissen



Noch 13 Wochen und 5 Tage – die 24. Auflage des Antaris Project rückt näher, und damit auch die Vorfreude der Goanauten auf aller Welt, denen vor kurzem bereits ein sehr vielversprechendes Line-up präsentiert wurde. 

Unsereins braucht ja bloß die Tage zu zählen und irgendwie die Zeit totzuschlagen, bis auf dem Otto-Lilienthal-Flugplatz in Stölln endlich wieder gefeiert werden darf. Aber was passiert eigentlich auf der Organisationsebene in diesen letzten Monaten vor dem Festival? Welche Vorbereitungen müssen getroffen werden, um einen Partyplaneten mitten im havelländischen Niemandsland zu erschaffen? Wer sorgt für alles Notwendige und damit für unser ungetrübtes Feierglück?

Von links nach rechts: Wina Winkelmann, Uwe Siebert (Antaris Project), Katja Kirseck (Video), Jordan Wegberg (Texte und Fotos)

Gestern trafen wir uns mit Uwe Siebert, dem Schöpfer und organisatorischen Kopf der Antaris, um Pläne zu schmieden. In diesem Blog informieren wir euch ab sofort regelmäßig in Text, Bild und Videos über die Menschen und Ereignisse hinter den Kulissen und lassen euch somit an allen Dimensionen der Vorfreude teilhaben.

Auf ein paar zusätzliche Überraschungen könnt ihr euch schon mal gefasst machen …

Antaris - it's for your eyes, your ears and your heart! Bleibt dran und freut auch auf die kommenden Beiträge!



Sonntag, 4. März 2018

Axel Ranisch: Nackt über Berlin



Jannik ist siebzehn, ziemlich übergewichtig und heimlich verliebt in seinen vietnamesischen Mitschüler Tai. Der hat zwar das Aussehen eines Engels, doch als er eines Abends zufällig dem total betrunkenen Rektor ihrer Schule begegnet, schmiedet er einen teuflischen Plan.

Um sich seine Zuneigung zu sichern, hilft Jannik mit. Die beiden schließen Rektor Lamprecht in seiner Wohnung ein und von jeglichem Kontakt zur Außenwelt ab. Zunächst scheint das nicht mehr als ein derber Spaß zu sein, doch als Jannik nach ein paar Tagen bemerkt, dass die Sache aus dem Ruder läuft und zur Folterung mutiert, ist Tai nicht mehr zu bremsen.

Derweil durchläuft Jens Lamprecht, der brutalen Willkür seines anonymen Entführers chancenlos ausgesetzt, alle Phasen der Emotionen, von Wut über Verzweiflung bis zu dem Punkt, an dem er sein Gewissen durchforstet: Womit hat er diese Bestrafung verdient? Leider gibt es da so einige dunkle Flecken in seiner Vergangenheit – und Lamprecht hat mehr als genug Zeit, darüber nachzugrübeln.

Das Schöne an Nackt über Berlin ist, dass beide Seiten dieser Kidnapping-Geschichte viel Raum bekommen: die Täter (genauer gesagt vor allem der Mittäter, denn Tais Motive bleiben lange Zeit unklar) wie auch das Opfer, das keineswegs ein unschuldiges ist. Die unterschiedlichen Perspektiven spiegeln sich auch in Stil und Sprache. Während die in der Ich-Form geschriebenen Teile aus Janniks Sicht eher Jugendbuchcharakter haben, (manchmal etwas zu) viel Umgangssprache verwenden und eine einfache Struktur aufweisen, sind die aus personaler Perspektive über Jens Lamprecht erzählten Passagen sprachlich und dramaturgisch anspruchsvoller – dem unterschiedlichen Alter und Bildungsstand der Protagonisten wird also auf narrativer Ebene Rechnung getragen.

Alle Figuren, auch die weniger wichtigen, sind detailreich, plastisch und lebensnah geschildert. Sie haben schräge Hobbys, kleine Neurosen, körperliche Schwächen oder heimliche Obessionen, ihr Handeln wird von den verschiedensten Verpflichtungen, Wünschen und Unzulänglichkeiten bestimmt, und auf Schwarzweißmalerei hat Axel Ranisch in seinem Debütroman vollkommen verzichtet: Niemand ist nur böse oder nur edelmütig. Im wirklichen Leben ist das selbstverständlich, in der Literatur ja oft leider nicht.

Besonders gefallen hat mir Janniks für einen Siebzehnjährigen ungewöhnliche Begeisterung für klassische Musik und wie sie hier als erzählerisches Element integriert wird. Denn Jannik hört sie nicht nur, er lebt sie regelrecht und lässt sich in seinen Entscheidungen und Reaktionen von ihr leiten.

Es gibt auch ein paar Schwachpunkte in diesem insgesamt sehr unterhaltsamen und empfehlenswerten Roman. Die zahlreichen Rechtschreib- und teilweise auch Grammatikfehler haben mich beim Lesen zunehmend gestört und hätten im Lektorat sorgfältiger behoben werden müssen, und das Happyend ist mir persönlich ein bisschen zu weichgespült, vor allem da die bis dorthin erzählte Geschichte von Loyalitätskonflikten und eskalierender Gewalt durchaus ans mentale Eingemachte geht und die Lesergemüter keineswegs mit Samthandschuhen anpackt.

Dennoch ist Nackt über Berlin – ein Titel übrigens, der sich mir nicht vollständig erschließt, aber als gutes Marketing durchgehen kann – ein Lesevergnügen mit psychologischem Tiefgang, erfreulich mehrdimensionalen Figuren und einer guten Portion handfestem Humor.

Axel Ranisch: Nackt über Berlin, erschienen am 23. Februar 2018 bei Ullstein Buchverlage, Hardcover, 384 Seiten, 20 Euro


Montag, 15. Januar 2018

Literaturporträt: Oliver Schlick

Foto: Fotostudio NEVA, Düsseldorf
Oliver Schlick ist studierter Sozialarbeiter und in der stationären Jugendarbeit sowie in der Flüchtlingshilfe tätig. Das sollte man vielleicht wissen, um die jugendlichen Protagonistinnen seiner Romane - alle weiblich übrigens - besser verstehen zu können: schräge, aber trotzdem sehr sympathische Charaktere mit einem liebenswerten Sprung in der Schüssel.




In Olivers Büchern für junge Erwachsene (und alle anderen) werden Grenzen überschritten, auch die der Welt, wie wir sie kennen. Doch wenn ein Autor sein Metier beherrscht wie er, kommt man da mit heiler Haut wieder raus und ist um eine vergnügliche Leseerfahrung reicher.

Die Buchstaben meines Vornamens stehen für folgende Eigenschaften:


Onbereschenbar (wie der Rheinländer in mir sagen würde)
Leidensfähig
Introvertiert
Vantasievoll  genug, um Vantasie auch mal mit V zu schreiben
Extrovertiert
Renitent

Diese drei Dinge habe ich gestern gelernt oder erfahren:


  1. Warum das Wow!-Signal Wow!-Signal heißt.
  2. Auch mit Anfang fünfzig nimmt das Maß an Weisheit nur bedingt zu, die Wachstumsgeschwindigkeit von Nasenhaaren dagegen rasant.
  3. Wow! Ich war tatsächlich so weise, Ersatzbatterien für den Nasenhaarschneider im Haus zu haben.


Diese drei Dinge zaubern mir zuverlässig ein Lächeln aufs Gesicht:


  1. Die Piccolotrompete in Penny Lane.
  2. Die Das ist so viel mehr als nur eine Tüte- Szene in Tatsächlich Liebe, in der Rowan Atkinson kurz davor steht, von Alan Rickman erwürgt zu werden.
  3. Regierende Schnapsnasen, die sich in tiefer Sorge um die Volksgesundheit gegen eine Cannabis-Freigabe für Erwachsene aussprechen. Wüsste man es nicht besser, könnte man glauben, die hätten was geraucht.


Hier bin ich am allerliebsten:


Foto: privat

Auf meinem Balkon. Mit Blick auf Stadttor und Fernsehturm.

Dafür bin ich dankbar:


Mit einer Frau verheiratet zu sein, die so nett ist, den Part der vernünftigen Person in unserer Beziehung zu übernehmen.

Mein derzeitiges Herzensprojekt ist:


Die nächste Geschichte — in der sich alles um die Zahl 11 dreht.

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